(Staats-) Grenzen der Menschlichkeit versus universale Überforderung?

Soziale Arbeit als „Menschenrechtsprofession“ im Migrationskontext einer segmentierten Welt

Autor/innen

  • Ralf Roßkopf Technische Hochschule Würzburg-Schweinfurt

Abstract

Die Soziale Arbeit nennt sich eine „Menschenrechtsprofession“ (str.). Für ihr Selbstverständnis sind Menschenrechte so zentral wie die Berufsdefinition global. Theorie untermauert, was Praxiserleben oft untergräbt. Unwucht im Tripel-Mandat wirft das Berufsethos aus der Bahn. Zu entgleisen droht alles, wo Rufe nach quantitativen Obergrenzen sich vereinigen mit Grenzziehungen qualitativ-dogmatischer Natur; wo der Universalität menschenrechtlichen Sollens Grenzen aufgezeigt werden angesichts eines entlang Staaten segmentierten Seins. Herausforderung und Erschütterung sind in kaum einem anderen Handlungsfeld der Sozialen Arbeit größer als im Migrationskontext. Grund genug für eine kontextbezogene Vergewisserung ihres Menschenrechtsverständnisses zur Bekräftigung Bundesinnenministerin Nancy Faesers Positionierung: „Da kann es keine Höchstgrenzen für Menschlichkeit geben“.

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Veröffentlicht

14.12.2023