Humor inklusiv!

Der Beitrag von Humor und Komik zu Inklusion in Theorie, Empirie und Praxis

Autor/innen

  • Dieter Kulke Technische Hochschule Würzburg-Schweinfurt

Abstract

Der Artikel beleuchtet die Themen Menschenrechte, Inklusion und Humor, insbesondere im Kontext von Behinderung. Es wird auf die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (AEMR) von 1948 und die UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) von 2007 eingegangen, welche spezifische Rechte für behinderte Menschen festschreiben. Insbesondere wird auf die Bedeutung der inklusiven Bildung und des inklusiven Arbeitsmarktes hingewiesen.

Ein Schwerpunkt des Artikels liegt auf dem Aspekt der Teilhabe am kulturellen Leben (Artikel 29 der UN-BRK) und der Entwicklung eigener kultureller Repräsentationen durch behinderte Menschen in verschiedenen Bereichen wie Theater, Tanz und Film.

Ein weiterer Fokus liegt auf der Verbindung von Behinderung und Humor. Es wird diskutiert, ob es akzeptabel ist, über Behinderungen und behinderte Menschen zu lachen. Historisch betrachtet gab es Tabus und Vorurteile gegenüber solchem Humor, jedoch hat sich der Diskurs geändert, und es gibt Stimmen, die das Lachen über Behinderungen als Ausdruck von Normalisierung und Inklusion sehen.

Der Artikel führt empirische Forschungsergebnisse vor, darunter Interviews mit behinderten Menschen. Es wird beleuchtet, wie behinderte Personen Humor über ihre eigene Behinderung erleben und ob sie dies als Beitrag zur Inklusion betrachten. Dabei wird betont, dass der Kontext und die Perspektive des Komikers, insbesondere ob dieser selbst behindert ist, eine Rolle spielen.

Schließlich werden auch lokale Beispiele aus Würzburg angeführt, insbesondere die Arbeit von Phil Hubbe, einem bekannten Cartoonisten mit Multipler Sklerose, der Humor als Mittel zur Sensibilisierung und Aufklärung einsetzt. Es wird auf Workshops und Veranstaltungen hingewiesen, die Humor und Inklusion verbinden.

Insgesamt unterstreicht der Artikel die komplexe und vielschichtige Beziehung zwischen Behinderung, Humor und Inklusion, wobei die Bedeutung von Kontext, Perspektive und Sensibilität betont wird.

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Veröffentlicht

14.12.2023